Rezension: Flügel aus Asche | Jaja Evert

Flügel aus Asche
Autorin: Kaja Evert
Verlag: Knaur Verlag
Genre: High Fantasy
Empfohlenes Alter: ca. ab 12 Jahre
Erscheinungsdatum: Mai 2013
Ausstattung: Taschenbuch mit Klappenbroschur, 448 Seiten
ISBN13: 978-3-426-51196-1


Der Herrscher trennte Rashija vom Rest der Welt und machte sie zu einer Insel im Himmel, um alles fernzuhalten, was nicht mit seinen Vorstellungen übereinstimmt. Seit er an der Macht ist, gibt es nur noch seine Bilder, seine Gedanken, seine … Geschöpfe. Seite 41

Adeen der als Kind einer Himmelsgeborenen und eines Erdgeborenen ein Mischlingskind ist, trägt das schwere Los dieser Beziehung. Er muss als niederer Schreiber in der Akademie arbeiten und dort mit magischer Tinte die Zauber für die Magier des Herrschers von Rashija anfertigen. Er wird nur als Schreiber geduldet, sonst ist er nichts wert. Seine Haut ist schwärzer als die der anderen Schreiber und seine Augen so blau wie der Himmel. Sie, die Magier nennen ihn abschätzig Krähe.
Rashija, die fliegende Stadt landet alle 50 Jahre auf der Erde. Es herrschen Unterdrückung und das Volk der Stadt als auch die Völker der Erde leiden unter dem Regime des Herrschers.

Adeen merkt das etwas in ihm steckt. Er träumt vom Zeichnen, meist davon Flügel und Vögel zu zeichnen. Einmal lässt er sich dazu verleiten auf dem magischen Papier in der Akademie einen Flügel zu zeichnen Er füllt sich dabei so anders so frei. Allerding ist Kunst in Rashija streng verboten und der Magier Charral macht ihm das Leben schwer.

Adeens Ziehvater Rasmi lebt am Rande der Stadt und Adeen besucht ihn so oft es geht. Für ihn besorgt Adeen auch die Rakashwurzeln auf dem Markt, so dass Rasmi daraus blaue Farbe zum Malen herstellen kann.

Eines Abends lernt Adeen dort den Rebellen Nemiz kennen und schließt sich ihm und seinen Anhängern an. Das kämpfen hat er nie gelernt und ist ihm fremd. Bei einer nächtlichen Aktion wobei sie versuchen alte Artefakte und Bilder vor der Zerstörung durch die Magier des Herrschers zu retten, stirbt sein Ziehvater Rasmi und für Adeen bricht die Welt zusammen. War Rasmi es doch, der ihm immer zur Seite Stand und ihn auch immer ermutigte zu malen. Auch Adeen wird verletz, nicht zuletzt durch Charral. Talanna kommt ihm zu Hilfe. Sie ist die Verlobte von Charral und eine Draquerin. Ihre Haut ist Violett, ihre Haare rot und ihre Augen haben ein sattes gelb. Sie ist auch eine Rebellin. Doch können sie ihr wirklich vertrauen.

Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt. Nach und nach bemerkt Adeen etwas in ihm. Etwas das sein Leben total verändert. Er hat Magie in sich. Doch warum, er ist doch nur ein kleiner Schreiber.

Talanna hilft ihm mit dieser neuen Erkenntnis umzugehen und fertig zu werden. Er, nur er allein kann den Aschevogel beschwören und das rettet ihm vorerst das Leben.
Zusammen mit den Rebellen versucht Adeen zur Insel Gabtha zukommen. Diese ist eine von vielen kleinen Inseln die durch Ketten und Brücken mit der fliegenden Stadt verbunden ist Von dort aus versuchen sie auf die Erde zu kommen wenn die fliegende Stadt ihr nahe ist. Eine Landung der Stadt steht bevor und der Herrscher von Rashija will weitere Völker und Stämme der Erde unterdrücken und seine Macht spielen lassen. Die Erdkriecher sollen vor ihm zittern.
Kann Adeen Talanna trauen. Schaffen sie es, die fliegende Insel zu verlassen. Der bittere Kampf um die Freiheit beginnt und auch eine kleine Romanze ist nicht weit.

Das Cover passt perfekt zur Geschichte. Der Flügel aus Asche, die fliegende Stadt Rashija. Das Cover ruft praktisch nach uns Lesern. Auch das innere der Klappenbroschur ist wundervoll und nimmt die Farben und Zeichnungen vom Cover auf. Geschrieben ist es in der Erzählform mit Gedankengängen von Adeen und die seines Inneren, des Aschevogels. Jede Figur, jeden Charakter kann ich mir sehr gut vorstellen. Von der ersten Seite an lief der Film der Geschichte mit. Auch die Actionszenen brannten sich gut ein. Es hat mich in einen Bann gezogen und mich nicht mehr losgelassen. Der Autorin ist ein klasse Debüt gelungen. Klasse erzählt in einem rasanten Tempo. High Fantasy mal ohne Elfen, Gnome und Zwerge – das gefällt mir auch. Eine fliegende Stadt die nur alle 50 Jahre landet und sonst unabhängig ist. Aber dennoch müssen sowohl die Bewohner der fliegenden Stadt als auch die Erdkriecher unter der Herrschaft leiden. Faszinierend, dieses Buch ist ein Muss für jeden Fantasy Fan.

Persönliches Fazit:

Mein erster Gedanke, nachdem ich die Geschichte von Adeen und Talanna nun kenne, ist: „448 Seiten High Fantasy vom Feinsten“. Kaja Evert hat es geschafft, ein sehr ergreifendes und spannendes Buch zu schreiben. Packend und detailliert vom Anfang bis zum Ende. Keine Umschweife am Anfang wie man es bei vielen anderen Fantasy Büchern gewohnt ist. Nein, von der ersten Seite an ist man mitten drin. Dieses Buch schreit förmlich nach einer Verfilmung. Obwohl dieser Film bereits gut in meinem Kopf ablief. Ich hoffe man hört bald, sehr bald wieder von Kaja Evert.

© Rezension: 2013, Susa

[susa]

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