Mittwoch, 23. April 2014

Welttag des Buches 2014


http://www.welttag-des-buches.de/sixcms/media.php/1171/thumbnails/WDB_Hauptlogo-ohne-jahr.jpg.969643.jpgLiebe Leser, wir wünschen euch einen leseintensiven Welttag des Buches - besucht eure Lieblingsbuchhandlung, genießt die Sonne mit einem Buch im Park oder auf dem Balkon, verteilt einfach Lesefreude <3
Schenkt einfach mal einem Lesemuffel euer Lieblingsbuch - redet über Bücher und das lesen und tauscht euch aus. Habt Spaß am Lesen!

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts (kurz Weltbuchtag, englisch World Book and Copyright Day) am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Feiertag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren.
Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Ausführliche Informationen findet ihr auch hier:
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Welttag_des_Buches
Welttag des Buches: http://www.welttag-des-buches.de/
https://fbcdn-sphotos-g-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/v/t1.0-9/1528692_261281147364001_2047911660_n.png?oh=b34fbc802379380281041b73555b0e45&oe=53CFB1B4&__gda__=1406458997_f5c894ad2e89efd7359f12a6e2c2b370
Es starten heute viele, viele tolle Aktion rund ums Buch. So natürlich auch die Aktion "Blogger schenken Lesefreude", die ihr auf keinen Fall verpassen solltet! Über 970 Blogger präsentieren euch heute Gewinnspiele und mehr - alle Informationen und teilnehmene Blogs findet ihr hier - KLICK
Hier geht es auch zur offiziellen Website: KLICK
Wir finden die Aktion einfach grandios! 
Leider, leider war es uns in diesem Jahr aus zeitlichen & privaten Gründen nicht möglich, aktiv hier auf dem Blog teilzunehmen, aber im nächsten Jahr sind auch wir wieder mit von der Partie. VERSPROCHEN! :-)
Gerne halten wir euch aber bei Facebook und Twitter auf dem Laufenden und machen euch auf tolle Aktionen aufmerksam.
Und eventuell und vielleicht erwartet euch heute noch eine kleine Blitzaktion bei Facebook! ;-)

Habt einen tollen Welttag des Buches!!!





Sonntag, 20. April 2014

Rezension { Aygen} | Klammroth | Isa Grimm

Ein Morgen im Frühjahr, und das Leben erwachte zum Sterben. Zitat Seite 10

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

"Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkeln und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und  jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen…"


"Doch das Mädchen ging weiter, lodernd wie ein Streichholz, Schritt um Schritt auf dem Mittelstreifen, am Hinterkopf ein Schweif aus Feuer." Zitat Seite 12

Meine Gedanken zu dem Buch:

Zu Beginn hatten einige Blogger einen mysteriösen Brief aus den Niederlanden erhalten, indem eine Anais einiges bereits über unser Facebook Profil in Erfahrung gebracht hatte und um Hilfe bat. Das verursachte bereits ein ungutes und komisches Gefühl. Als dann das Buch eintraf war klar, woher der Brief kam und die anfängliche Aufregung und auch Angst legte sich. Die Covergestaltung und der Klappentext klingen vielversprechend, irgendwie gespenstisch und sind passend zum Inhalt gewählt. Der Aufbau der Story ist spannend und nimmt den Leser von Anfang an gefangen. Anais, die Hauptprotagonistin wirkt während der ersten zwei Drittel wie ein Opfer dieses Unfalls, der sich vor Jahren in dem idyllischen Weinort Klammroth ereignet hat. Die Geschichte nimmt einen rasanten Verlauf an und ist unheimlich spannend geschildert. Die Charaktere erschreckend real beschrieben und die Umgebung dieses inzwischen verlassenen Ortes hat definitiv den gewünschten Gänsehauteffekt, den die Autorin mit Sicherheit beabsichtigt hat. Ein wahrhaft spannendes Buch mit einem noch besseren Ende hätte ich mir nicht wünschen können. Zum Schluss hin geht zwar alles ziemlich schnell, aber der Vorlauf der Geschichte lässt dieses Tempo zu und den Leser somit nicht los. Genauer möchte ich auf die Aufdeckung des Unfallhergangs und des ominösen Tunnels nicht weiter eingehen, da ich denke, dies würde der Geschichte zu viel vorab nehmen und der Überraschungseffekt im letzten Drittel wäre dem Leser genommen.
"Abwaschbare Wände. Ein Abfluss in der Mitte des Bodens, als würden die Fliesen häufig mit einem Schlauch abgespritzt." Zitat Seite 216

Kurz & gut - mein persönliches Fazit:

Der Klappentext lässt Böses und Schauriges erahnen. Aber es sei Euch gesagt, es ist schlimmer, als ihr Euch zu Beginn vorstellen könnt. Dieses Buch verursacht einem von Kapitel zu Kapitel immer mehr Gänsehaut. Was bereits schaurig beginnt, findet seinen Höhepunkt zum Ende hin und die Vergangenheit holt die Protagonistin ein. Ein wahrer Pageturner und eine gelungene Briefaktion des Verlages.
"Er war alt und vernarbt und trug einen transparenten Regenmantel. Darunter war er nackt. Sein Körper war dürr und sehnig, die Waden unter dem Kunststoff mit wulstigen Narben bedeckt." Zitat Seite 218

© Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae)

 

Klammroth – Isa Grimm – Bastei Lübbe
13.März 2014 / Paperback / 335 Seiten  
ISBN 13: 978-3-7857-6107-6
Print: € 14,99 [D]* / eBook:  € 11,99 [D]* Preis zum Zeitpunkt der Rezension


Quelle Coverbild: © Website Bastei Luebbe Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate: © Isa Grimm

Samstag, 19. April 2014

Rezension {Alexandra} | Die Analphabetin, die rechnen konnte | Jonas Jonasson

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass eine Analphabetin im Soweto der Siebzigerjahre aufwächst und eines Tages mit dem schwedischen König und dem Ministerpräsidenten des Landes in einem Lieferwagen sitzt, liegt bei eins zu fünfundvierzig Milliarden siebenhundertsechsundsechzig Millionen zweihundertzwölftausendachthundertzehn.
Und zwar nach den Berechnungen eben dieser Analphabetin.


Ein kleiner Einblick in den Klappentext:



Die aberwitzige Geschichte einer jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, die aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...




Der Unterschied zwischen Genialität und Dummheit ist der, dass die Genialität ihre Grenzen hat. ~ Unbekannter Denker

Meine Gedanken zu dem Buch:


Jonas Jonasson landete mit seinem Debütroman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", einen Weltbestseller, der nun sogar verfilmt wurde. Jetzt ist das zweite Buch von ihm erschienen und dieses Werk steht dem ersten an Skurrilität, Phantasie und vor allem Witz und Humor um nichts nach. Im Gegenteil: Ich habe mich mit "die Analphabetin, die rechnen konnte" nochmal um einiges mehr amüsiert. Ach was, ich musste Tränen lachen!
Wer einen Jonasson ließt, der muss sich von vornherein im Klaren sein, auf was er/sie sich hier einlässt. Denn Jonas Jonasson ist ein Ausnahmeschriftsteller sondergleichen. Ich bin begeistert,wie er es immer wieder schafft, aktuelle Problematik und politisch ernste und kritische Themen auf die Schippe zu nehmen, sie mit einer riesigen Portion Skurrilität zu verpacken und uns diese dann auf Humor der allerbissigsten Art zu präsentieren. Wenn man sich so in Ruhe die Rezensionen und Besprechungen durchliest, dann stellt man fest, dass er damit auch einigen auf den Schlips tritt und nicht jeder mit seiner Art umgehen kann. Ich denke, hier kommt es ganz arg auf die Betrachtungsweise an. Es ist ein Roman und kein Sachbuch. Trotz aller Themenaktualität hat der Autor doch die Freiheit auf Phantasie und diese nutzt er vollkommen aus. Und doch stupst er uns Leser permanent auf politische Problematiken hin, mal ganz subtil, mal regelrecht mit dem Vorschlaghammer. Aber immer mit Witz und Humor. Der Roman soll unterhalten und nicht belasten,aber subtil dennoch zum Nachdenken anregen. So empfinde zumindest ich, wenn ich seine Bücher lese.

Nombeko hat mich von der ersten Seite an begeistert.
Die neu ernannte Chefin (!) der Latrinenleerungstruppe von Sektor B in Soweto hatte nie die Schule besucht. Ihre Mutter starb, als sie zehn Jahre alt war und ein Vater war "nicht greifbar" (ihre eigenen Worte).
Wie schon in seinem ersten Roman jagt ein Zufall den nächsten und Nombeko bekommt plötzlich die Gelegenheit, lesen zu lernen. Sie stellt fest, dass sie nicht nur ein Rechengenie ist, sondern auch schnell lesen lernen kann und das Gelesene auch noch alles versteht, egal wie hochkompliziert es ist.
Als ein weiterer Zufall ihr ein Vermögen in Form von Diamanten zuspielt, beschließt sie, Soweto zu verlassen. Sie möchte etwas erreichen.
Leider kommt sie nicht sehr weit, denn ein betrunkener Ingenieur fährt sie mit seinem Wagen an. Ein paar verdrehte Rechtsprechungen später wird Nombeko dafür schuldig gesprochen (!) und muss als Putzfrau in den Dienst des Ingenieurs treten.
Der Ingenieur hinderte Nombeko jedoch nicht daran, die Bibliothek zu nutzen und in den Büchern zu blättern und so hatte er ihr quasi die Türe zur höheren Mathematik aufgestoßen. Nombeko liest alles, was verfügbar ist und dies waren nun mal Fachbücher der Mathematik, Physik etc. So lernt sie algebraische, transzendente, imaginäre und komplexe Zahlen bis bin zur Eulerschen Konstante, Differentialgleichungen und unendlich mehr. (Wohlgemerkt: alles Dinge, die dem Ingenieur selbst böhmische Dörfer waren...)
Mit ihrem Wissen wird sie neben ihrer Stafstelle als Putzfrau nun quasi auch zur rechten Hand des Chefs. Heimlich, natürlich! Dennoch hatt sie plötzlich Einblick ins geheimste Projekt der Welt. So bekam sie auch mit, das ungeschickterweise eine Atombombe zu viel produziert wurde. Die Geschichte nimmt ihren skurrilen Verlauf...

Ich möchte anmerken, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr weit im Buch vorangeschritten war. Ihr seht daran, wie sich die Situationen im rasanten Tempo verändern. Man kommt kaum zu Atem und genau das fesselt so ungemein. Die Geschehnisse sind wieder einmal so unfassbar, dass man einfach wissen will, was da noch folgen wird und ob das wirklich noch getoppt werden kann. Ich mag nur soviel verraten: Ja es kann! Definitiv! Es ist unfassbar, aber wahr!
"Das Leben muss nicht leicht sein, wenn es nur inhaltsreich ist" - Lise Meitner / Zitat Seite 213

Jonas Jonasson bringt wieder eine bunte Mischung an Protagonisten ins Spiel, die alle so ihre Macken und Eigenheiten haben. Sie alle treffen irgendwann, irgendwo und irgendwie aufeinander und ihrer aller Leben wird miteinander verstrickt. Alle Handlungsstränge verlaufen zu einem gewissen Zeitpunkt ineinander und es ist faszinierend, diese Wege zu verfolgen und ich musste mehr als einmal ungläubig den Kopf schütteln und den Hut ziehen vor so viel skurriler Phantasie, die mir da geballt präsentiert wird. Keine der vielen Personen und Handlungen geht unterwegs verloren, alles hat seinen Platz im großen Ganzen.
Und natürlich begeisterte mich wieder sein ganz eigener skurril-liebenswerter Erzählstil.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Jonas Jonasson hat es wieder geschafft. Er hat mich Tränen lachen lassen! Spitzzüngig und mit viel Humor und Sarkasmus rechnet er erneut den aktuell brisanten Themen unserer Zeit ab. Er nimmt die Politik auf die Schippe und traut sich, sensible Themen wie den Rassismus oder das atomare Wettrüsten in eine amüsant-skurrile Geschichte zu verpacken. Dabei schreckt er, wie es scheint, vor nichts zurück, aber man darf und soll ihn auch nicht allzu ernst nehmen. Man sollte schon aufnahmebereit sein für seine ganz spezielle Art von Humor.
Ich kann mich nur wiederholen: ich bin begeistert. Gerne mehr davon, Herr Jonasson!

© Rezension: 2014, Alexandra Zylenas

 


Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson, erschienen bei carl's books
Originaltitel: Analfabeten som kunde räkna
Roman / 2013 / Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN13: 978-3-570-58512-2
Print: € 19,99 [D]* / eBook: € [D]*  Preisangabe zum Zeitpunkt der Rezension
https://www.skoobe.de/Leihen bei Skoobe  - Die mobile Bibliothek 



Quelle Coverbild:© Website carl's books, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Buch Zitate:© by Jonas Jonasson